»Grüß Gott« sagt man in Bayern zur Begrüßung. Dem Gegenüber spricht man somit gleichsam einen Segen zu- ein guter Auftakt für ein Gespräch.
Wir freuen uns, dass Sie sich für die Wieskirche interessieren und entrichten Ihnen dieses »Grüß Gott« von Herzen.
Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor
- Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh` -
Bei aller scheinbarer Leichtigkeit des Rokoko ist die Wieskirche von einer tiefen Innerlichkeit geprägt und von großen theologischen Themen bestimmt: Im Mittelpunkt der gegeißelte Heiland Jesus Christus, der Sohn Gottes, der sein Leben für uns Menschen hingibt und Gott Vater darbringt; daraus erwächst Erlösung, Segen und die Herrlichkeit des Himmels. Die Summe dieser Theologie findet sich in dem Gebet nach der Wandlung in der Meßfeier, wo die Mitte unseres christlichen Glaubens zum Ausdruck kommt; »Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit»
Hl. Ambrosius
»Die Wies ist ein Stück Himmel auf dieser leidvollen Erde«
Im Jahr besuchen eine Million Menschen aus der ganzen Welt die Wies – und sie kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: die wunderbaren Formen und Farben, die lichtvolle Heiterkeit des Raumes, die tiefreligiöse Frömmigkeit der Darstellungen – und dann die Erfahrung von schöner Musik – das alles wird zu einem beglückenden Gesamterlebnis »Wunder Wies«.
25 Jahre als Mesner in den Diensten der Kirche – davon 23 an der Wieskirche: Unser Antoni Riedel!
Zum 1. Juli 2026 konnte der für seine Wieskirche unermüdlich engagierte Mesner das Silberne Dienstjubiläum feiern. Im Sonntagsgottesdienst am 5. Juli bedachte die Wallfahrtskuratie zu diesem schönen Anlass ihren Mesner mit herzlichem Dank.
Wieskurat BGR Florian Geis dankte Antoni Riedel, der schon Prälat Georg Kirchmeir und Msgr. Gottfried Fellner als Mesner zur Seite stand, im Namen der Wallfahrtskuratie aber auch im Namen des Mitarbeiterteams der Wies. „Die Kuraten können kommen und gehen“, so Geis in seiner Würdigung des Jubilars,“ aber der Mesner bleibt ein Stein der Kontinuität. Wohl dem Pfarrer, der so einen zuverlässigen und engagierten Mesner hat!“
Der Mesnerverband der Diözese Augsburg entsandte Hans Baumer, der dem Jubilar nach einer Laudatio die silberne Ehrennadel des Verbandes zusammen mit einer Ehrenurkunde verlieh. Die Gemeinde dankte Mesner Riedel mit langanhaltendem Applaus.
Vergelt’s Gott, lieber Antoni, und Gottes reichen Segen!
Ad multos annos!
Standen beim Festgottesdient am Altar (von links): Pater Joyice, Pater Karl Wallner und Wieskurat Florian Geis, dahinter die Diakone Gerhard Kahl und Armin Eder (Foto: Gerhard Heiß)
„Wir müssen alle wieder wollen, dass die Kirche missionarisch und marianisch wird“. Zisterzienserpater Karl Wallner von der Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Wienerwald entflammte beim Tränenfest in der Wies eine Aufbruchstimmung unter den zahlreichen Gläubigen.
Die Wallfahrtskuratie Wieskirche nimmt in Trauer Abschied von ihrem langjährigen Kirchenpfleger Willi Straif, der am 28. Mai 2026, also fast auf den Tag genau ein Jahr Prälat Georg Kirchmeir durch die Pforte der Ewigkeit gefolgt ist.
Von 2001 bis 2012 war er Kirchenpfleger der Wieskirche und versah sei Amt in vorzüglicher Weise.
Die Wallfahrtskuratie und die Kirchenverwaltung der Wieskirche dankt Herrn Willi Straif für das langjährige, treue Engagement und die unermüdliche Sorge. Auch die Bruderschaft "Zum Gegeißelten Heiland auf der Wies" trauert um ihr langjähriges Mitglied.
Wir werden den überaus freundlichen, herzlichen und liebenswürdigen Bruder in Christus vermissen.
Möge der Herr ihm das viele Gute, das er für die Wieskirche getan hat, vergelten.
RIP
Das Requiem mit anschließender Beisetzung ist am Freitag, 12. Juni, um 14.00 Uhr in Bernbeuren.
Am 14. Juni 1738 entdeckte die fromme Bauersfrau Maria Lori beim Abendgebet Tränen auf dem Gesicht des Gegeißelten Heilands. Diese wunderbare Begebenheit war der Ausgangspunkt jener wahrlich wunderbaren Entwicklung, die zur ununterbrochenen Wallfahrt zum „Wiesheiland“ und somit zur Wieskirche, einen der schönsten Kirchenbauten der Welt (1983 ausgezeichnet mit dem Titel des UNESCO-Welterbes), geführt hat. Im Gedenken an jenes wunderbare Ereignis des 18. Jahrhunderts feiert die Wallfahrtskuratie alljährlich am 14. Juni das Fest des Tränenwunders. In diesem Jahr kann Wieskurat BGR Florian Geis als Ehrengast den bekannten Zisterzienserpater Karl Wallner des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien, Nationaldirektor Missio-Österreich, begrüßen. Im Anschluss an den Gottesdienst ist zu einer Begegnung im Pilgersaal eingeladen.
Das festliche Hochamt wird live auf K-TV am 14. Juni 2026 ab 10.00 Uhr übertragen.