Die Wieskirche - Rokoko-Juwel des Pfaffenwinkels

Aufgrund der jüngsten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen ist es wieder möglich, Führungen von Gruppen der Größe 12 bis 40 Personen durch die Wieskirche anzubieten.

 

 

Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor' Abt Marianus II. Mayer
'An diesem Ort wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh'.

 

Eine Million Menschen aus der ganzen Welt besuchen jährlich die Wies - und staunen über die künstlerischen Meisterleistungen, die hier in Architektur, Malerei, Lichtgestaltung, religiöser Aussage und vollendeter Abgewogenheit aller Elemente zu bewundern sind.

Die Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann haben im Auftrag der Prämonstratenserabtei Steingaden in reinstem Rokoko ein Kunstwerk geschaffen, das von der Unesco 1983 zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Dabei bildet das Zentrum der Wieskirche eine künstlerisch armselige Darstellung: die Figur des Gegeißelten Heilandes. Um diese Darstellung wurde die prachtvolle Kirche errichtet als Ort des Gebetes und der Gottesverehrung, wo unzählige Menschen schon Trost und Erleichterung ihres Schicksals erfahren konnten. Auf diesem Hintergrund ist das Zeugnis von Abt Marianus Mayer zu verstehen, das er mit seinem Siegelring in eine Scheibe des Prälatenhauses ritzte.

In der Komposition von Chor und Kirchenschiff formte Dominikus Zimmermann einen faszinierenden Raum im Goldenen Schnitt, der die Besucher geradezu aufrichtet durch seine prunkvolle und doch "leichte" Ausstattung und die theologische Aussage im Bildprogramm. All das wird unterstützt durch das natürliche Licht, das aus allen Richtungen in die wies heineinströmt von Morgen bis Abend und so zu jeder Zeit ein anderes Element der Kirche zum Strahlen bringt.

So ist die Wies nie zweimal ganz gleich zu erleben - immer aber als Gnadenort, der die Barmherzigkeit Gottes in Fülle vermitteln will. "Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh'.

Allen, die die "Wies" besuchen, möge diese Erfahrung des Glückes und inneren Friedens geschenkt sein.