Rückschau zum Fest der Tränen Christi am 17. Juni 2018

Festgottesdienst am Tränenfest 2018

 

 

Foto:
S.E. Bischof Dr. Ivo Muser (Mitte)
Monsignore Gottfried Fellner (links) und
Pater Petrus Adrian (rechts)

 

 

Ein Pontifikalgottesdienst am 17. Juni 2018, 10.00, mit S. E. Dr. Ivo Muser, Bischof von Bozen und Brixen, als Hauptzelebrant und Festprediger war Höhepunkt der Feierlichkeiten zur 280. Wiederkehr des Tränenwunders am Gegeißelten Heiland auf der Wies am 14. Juni 1738.

Diese begannen am 16. Juni um 16.30 Uhr mit dem Empfang der Wallfahrer der Männerseelsorge der Diözese Augsburg, sowie um 19.00 Uhr der Feier einer Hl. Messe mit Krankensalbung. Anschließend bestand die Möglichkeit zur Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Ab 21.00 Uhr lud die KLB im ehemaligen Dekanat Schongau zu einem Lobgebet ein und ab 22.00 Uhr waren alle Jugendlichen und Junggebliebenen zum Jesus-Nightprayer herzlich willkommen.

Der Kirchenchor Peißenberg brachte zum Festgottesdienst am Sonntag unter Leitung von Thomas Bodenmüller die Krönungsmesse von W. A. Mozart glänzend zur Aufführung. Wies-Organist Franz Brannekemper war an der Orgel zu hören. Die Wieskirche war mit ca. 500 Mitfeiernden übervoll. Ein außergewöhnliches Ereignis, wenn so viele Menschen aus ganzem Herzen die Heilige Messe mitfeiern, begeistert mitsingen, einfach ihr Herz dem Heiland vorbringen.

S.E. Dr. Ivo Muser sprach in seiner Predigt von den Tränen Gottes. Er stellte u.a. fest, dass Jesus ganz und gar Mensch war. Die Christen glauben an einen Gott, der ganz als Mensch unter den Menschen lebe und alle deren Freuden und auch ihre Leiden teile. Und dafür stehe der Tränen vergießende Jesus der Wieskirche. Unsere Zeit bewerte den Menschen nach seinem Können, seinem sozialen Status, seiner Schönheit oder seines Erfolges. Der christliche Glaube sehe das Leben aber zuerst als ein Geschenk und als einen Auftrag Gottes an. Das Sein sei immer wichtiger als das Tun, als das Leisten und das Haben. Das menschliche Leben sei heilig, weil es immer mit Gott zu tun habe. So sei das menschliche Leben unantastbar, ob im Mutterleib, ob bei Krankheit oder Behinderung. So brauche es ein Klima, in dem Kinder willkommen sind, wo auch Menschen als Hilfesuchende aus anderen Regionen der Erde willkommen sind. Bischof Muser schloss seine Predigt mit dem Hinweis, dass Jesus für jeden Menschen das Tor geöffnet habe, das über den Tod hinausgeht. Jesus verspreche allen: Kein Schmerz, keine Träne werde vergessen. Ostern habe das letzte Wort – im Leben Jesu und im Leben aller, die sich auf ihn einlassen, den ganz Menschgewordenen, den Weinenden, den Gegeißelten, den Gekreuzigten, den Auferstandenen.

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