Bruderschaftsfest 2018 Rückblick

Prozession am Bruderschaftsfest

aus: Schongauer Nachrichten vom 23. Oktober 2018

Bruderschaftsfest 2018

"Beim Blick auf den Gegeißelten Heiland dürfen wir den Blick auf den Auferstandenen nicht vergessen. Er begleitet uns, ist unser Licht, unsere Hoffnung, unser Friede." Der emeritierte Erzbischof von Salzburg, Alois Kothgasser, zeigte sich beim Bruderschaftsfest in der Wies hoch erfreut, als Pilger zusammen mit den zahlreichen Gläubigen mit Lobpreis und Dank, Sorgen und Bitten zum Gegeißelten Heiland kommen zu dürfen. Die Wallfahrtskirche gebe in ihrer Pracht geradezu einen Vorgeschmack auf den Himmel. Rechtzeitig zum Fest fand die Renovierung des Bruderschaftsaltars ihren Abschluss. Erfreut zeigten sich ebenso die 60 Pilger aus Turin, die der Alterzbischof in ihrer Landessprache willkommen hieß. Beim höchsten Wiesfest standen neben ihm Monsignore Gottfried Fellner, Pater Petrus Adrian sowie die Diakone Armin Eder, Klaus Lermer (Altenau) und Gerhard Kahl von der Männerseelsorge mit am Altar. Schon am Vorabend konnten vier neue Mitglieder in die Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland aufgenommen werden. Und als wir uns bei strahlendem Sonnensschein auf den Weg machen, sind die Gedanken bei denen, die nicht mehr neben uns auf den Pilgerweg von der Landvolkshochschule zur Wies gehen. Bei dem von der Musikkapelle Steingaden unter Leitung von Georg Müller gestalteten Festgottesdienst ging allen das Herz auf. In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Alois Kothgasser an den Besuch von Benedikt XVI. in Mariazell, dem großen Marienwallfahrtsort in Österreich. Dort hinterließ der bayrische Papst den Auftrag, immer wieder und immer mehr auf Christus zu schauen. "Er allein ist unsere Hoffnung und unser Heil," gab Alterzbischof Alois Kothgasser allen mit auf den Weg. In einer Zeit vieler Ängste und nicht wenig Befürchtungen brauchen wir diesen Blick, der uns Sicherheit, Zuversicht und Frieden gibt. Es ist der Blick auf den "Gegeißelten", für uns gekreuzigten und auferstandenen Herrn! Einen ersten Blick auf Leid und Erfolg des Gottesknechts gebe der Prophet Jesaja. Dies sei auch ein Blick auf unser Leben und die Situation vieler Menschen unserer Zeit. Weitere Blicke gewähre der Herr selbst im Markusevangelium und das Buch der Geheimen Offenbarung. "Unser Weg ist auch eine Station auf dem Kreuzweg", so der Alterzbischof wörtlich, "wenn wir unseren Blick auf Christus richten, bekommen wir die Kraft, anzunehmen, was er angenommen hat." Auch dürfen wir die Gewissheit haben, "dass er mit uns mit geht, uns voran geht". Das eigentliche Ziel unseres Lebens haben wir noch vor uns, dann werden wir sehen, was es heißt "Gott ist die Liebe". In der Begegnung mit der Liebe und dem Licht. Im Anschluss an die Eucharistiefeier machten sich die Gläubigen mit dem Herrn in der Monstranz auf den Weg zur Sakramentsprozession. Angeführt vom Trachtenverein "Oberlandler Wies" und der Musikkapelle Steingaden.

Gerhard Heiß

 

Ein weiterer Artikel von Herrn Erich Neumann ist unter dem Link 

www.myheimat.de/steingaden/kultur/reiche-ernte-beim-bruderschaftsfest-auf-der-wies-d2940244.html.

zu finden.

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