Der Förderkreis der Wallfahrtskirche Wies

Bild der Wieskirche von Dominikus Zimmermann aus dem Wallfahrtsmuseum

Der Förderkreis der Wallfahrtskirche Wies ist als Vereinigung der Freunde der Wies e.V. im Jahr 1983 gegründet worden und hat sich seither vor allem um den Aufbau und den Betrieb des Wallfahrtsmuseums angenommen. Sie ruft jene Menschen zum Beitritt und Unterstützung ihrer Arbeit auf, die sich der Wieskirche und der Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland verbunden fühlen.

Auf den folgenden Seiten können Sie sich über den Förderkreis informieren.

Förderkreis der Wallfahrtskirche
Teilansicht des Museums

Zu den Zielen des Förderkreises gehören insbesondere die Unterstützung der Wallfahrtskuratie bei ihren seelsorglichen und liturgischen Aufgaben, die Sammlung, Pflege und Veröffentlichung von Zeugnissen der Wieswallfahrt, und die Mithilfe bei der Rettung und Pflege anderer Stätten der Verehrung des Wiesheilandes.

Außerdem unterstützt sie die Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland. Ein Schwerpunkt ist die Pflege und der weitere Ausbau des Wallfahrtsmuseums. Außerdem setzt sich der Förderkreis auch dafür ein, dass Zeugnisse der Wieswallfahrt, die nach der Säkularisation vielfach verstreut und verschleudert wurden, wieder erworben werden können oder als Stiftung oder Dauerleihgabe in die Wies zurückkehren. Sie braucht für diese Arbeit die Hilfe der vielen Menschen, die in der Wies Freude und Trost gefunden haben und bittet dafür um die Unterstützung durch Spenden und durch den Beitritt als Mitglied (Jahresbeitrag 10 €). Hier können Sie die derzeitige Satzung einsehen. Außerdem wurde ein Flyer erarbeitet, aus welchem nähere Einzelheiten ersichtlich sind.

Das Wallfahrtsmuseum
Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor

Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft des Förderkreises werden auf ehrenamtlicher Basis seit 1988 die wertvollen historischen und künstlerischen Zeugnisse von über 250 Jahren Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland auf der Wies gesammelt, verwahrt, dokumentiert und in einer ständigen Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In drei Räumen im zweiten Stock des Priesterhauses der Wieskirche werden schriftliche Dokumente wie die originalen Bruderschaftsbücher und Ablassbestätigungen, Devotionalien und originale Votivtafeln  gezeigt - unter anderem auch die Fensterscheibe des Prälatensaales, in welche der Kirchenbauherr Abt Marinus II. Mayr den Satz "Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor" (an diesem Ort wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruhe) eingeritzt hat. Das Museum ist jeden ersten Freitag im Monat von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Es wird geleitet von Herrn Helmut Schmidbauer, Telefon 08861/2772.

Bericht der Mitgliederversammlung vom 02.09.2017
Votivbilder aus dem Wiesmuseum

„Es muss unsere gemeinsame Sorge sein, dass der ursprüngliche Sinn des Bauwerks, die Wallfahrt zum gegeißelten Heiland, in die Herzen der Menschen dringt.“ Der Förderkreis Wallfahrtskirche Wies stellte bei seiner Jahresversammlung am 2.September 2017 deutlich heraus, was ihm am Herzen liegt: Die Wies darf nicht verkommen zur Touristenattraktion, die zwischen dem Münchner Hofbräuhaus und Neuschwanstein so eingeschoben werden kann. „Unsere Wieskirche braucht Förderer!“ Darin sind sich Wallfahrtspfarrer Gottfried Fellner, Museumsleiter Helmut Schmidbauer und die Freunde der Wies einig. Die Präzisierung der Satzung der „Consociatio Christi Flagellati“, der 1986 gegründeten Vereinigung der Freunde der Wies, war Helmut Schmidbauer ein großes Anliegen, als er die Leitung des Museums 2012 von seinem Vorgänger Hans Pörnbacher übernahm. Durch die im vergangenen Jahr erfolgte Satzungsänderung ist der Förderkreis jetzt offiziell Träger des Wallfahrtsmuseums. Dass man im kommenden Jahr das 30-jährige Bestehen dieses Kleinods mit seinem einzigartigen Charakter bayerischer Frömmigkeit feiern kann, ist gleichsam das Vermächtnis des heuer verstorbenen Professors Thomas Finkenstaedt. Zusammen mit seiner Frau Helene hat Finkenstaedt in jahrzehntelanger Arbeit unschätzbare Werte zusammengetragen und archiviert. Der von ihm erstellte Katalog der Devotionalienkopien des Wiesheilands und verwandter Andachtsbilder des Christus an der Geißelsäule ist von unschätzbarem Wert.

Inzwischen hat Dr. Thomas Ott in akribischer Arbeit die über 1700 Exponate im Museum und brandsicheren Archivdepot digital erfasst. Ihm und auch den langjährigen Museumsbetreuern Gertraud Haug und ihrem verstorbenen Ehemann Wolfgang galt der besondere Dank von Monsignore Gottfried Fellner und Helmut Schmidbauer.

Derzeit liegt der Schwerpunkt bei der Umgestaltung des kleineren Raumes. Er soll ganz dem genialen Baumeister gewidmet werden und bis zum Jubiläum im Juni 2018 (280 Jahre Tränenwunder - 30 Jahre Museum) als „Dominikus Zimmermann-Stüberl“ eröffnet werden.

aus: Schongauer Nachrichten vom Freitag, 22. September 2017, Gerhard Heiß

Die neue Vorstandschaft
Die neue Vorstandschaft

Bei den Neuwahlen erhielten zweiter Vorsitzender und Schriftführer Thomas Maurer, Peiting, Kassenverwalter Albert Lengger, Schongau, und Beisitzer Michael Lautenbacher, Peiting, das einstimmige Vertrauen der Mitglieder. Monsignore Gottfried Fellner gehört als Kustos der Wies dem Verein als erster Vorsitzender automatisch an. Ebenso wie Museumskurator Helmut Schmidbauer und Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker als Vertreter der Diözese Augsburg.